Wenn der Partner eine Rechnung schickt.

Eine Agentur ist kein Stammkunde. Sie kauft nichts bei dir, sie will keinen Gutschein, und sie braucht am Monatsende Papier, das ihre Buchhaltung akzeptiert. Der Unterschied zum Endkunden ist nicht die Technik, sondern was danach kommt: Rechnung, Umsatzsteuer und ein Beleg, der beides zusammenhält.

Fortlaufender Beleg
Nummer aus einem echten Nummernkreis, PDF, mit den enthaltenen Bestellungen
Netto bei USt-ID
Damit die Rechnung des Partners und dein Beleg denselben Betrag zeigen
Bestellung fürs ERP
Auf Wunsch entsteht je Einlösung eine echte Bestellung mit eigenem Tag
Kein Kundenkonto nötig
Du legst die Agentur als Partner an, auch wenn sie nie bei dir bestellt
Der Ablauf

Vom Antrag bis zur Überweisung.

Der Shop erzeugt den Nachweis, überwiesen wird außerhalb, in dem Ablauf, den du ohnehin hast.

01
Antrag
Die Agentur beantragt im Partnerkonto einen Staffelbetrag oder ihren kompletten Bestand.
02
Prüfung
Du siehst im Bereich Auszahlungen die Bankdaten und die Bestellungen, aus denen sich der Betrag ergibt.
03
Beleg
Nummer und PDF entstehen von selbst. Der Beleg listet die enthaltenen Bestellungen mit Teilbeträgen.
04
Rechnung
Die Agentur stellt ihre Rechnung über den Nettobetrag und weist die Umsatzsteuer selbst aus.
05
Überweisung
Läuft außerhalb des Shops. Der Vorgang wechselt auf Ausgezahlt, sobald du bestätigst.
Die Steuerfrage

Warum die Netto-Einstellung wichtig ist.

Ohne sie reden dein Beleg und die Rechnung der Agentur über zwei verschiedene Zahlen, und das fällt spätestens beim Abgleich auf.

Ohne Netto-Berechnung

Auf dem Beleg stehen 500,00 Euro. Die Agentur versteht das als Nettohonorar und stellt 595,00 Euro in Rechnung. Du hast 500 kalkuliert und zahlst 595.

Missverständnis

Mit Netto-Berechnung

Der eingelöste Betrag wird auf netto gerechnet. Auf dem Beleg stehen 420,17 Euro netto, die Rechnung lautet über 420,17 plus 79,83 Umsatzsteuer, macht 500,00. Beide Seiten meinen dieselbe Zahl.

Deckungsgleich

Die Einstellung gilt für Partner aus Deutschland mit hinterlegter Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Der Beleg selbst bleibt in beiden Fällen ein Auszahlungsnachweis ohne Steuerausweis; die Rechnung kommt vom Partner. Kläre den Fall einmal mit deiner Steuerberatung, bevor die erste Agentur abrechnet.

Warenwirtschaft

Wenn dein ERP den Vorgang sehen soll.

Ein PDF im Ordner reicht vielen. Wer die Auszahlung im ERP haben will, schaltet die Bestellung dazu.

  • Eine echte Bestellung des Partners je Einlösung, mit einem Pseudo-Produkt als Position.
  • Getrennte Steuersätze für Endkunden und Händler, damit die Buchung auf der richtigen Seite landet.
  • Ein eigener Tag sowie eigene Versand- und Zahlungsart, damit deine Anbindung diese Bestellungen von echten Warenbestellungen trennen kann.
Beleg 50014Auszahlung an Agentur Nordwind
Bestellung 10388168,40 €
Bestellung 10402121,90 €
Bestellung 10455129,87 €
Auszahlung gesamt420,17 €

Jede Position ist einzeln nachvollziehbar, auch Monate später. Genau das braucht die Buchhaltung, wenn sie eine Rechnung prüft.

Häufige Fragen

Ist der Auszahlungsbeleg eine Rechnung?

Nein. Der Beleg ist ein Nachweis über die Auszahlung, er weist keine Steuer aus. Er trägt eine fortlaufende Nummer aus einem echten Nummernkreis und zeigt, welche Bestellungen mit welchem Teilbetrag darin stecken. Die Rechnung stellt der Partner, so wie er es bei jedem anderen Auftraggeber auch täte.

Wie passen Partnerrechnung und mein Beleg zusammen?

Über die Netto-Berechnung. Für Partner aus Deutschland mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer lässt sich der eingelöste Betrag auf netto rechnen. Dann steht auf deinem Beleg der Nettobetrag, den der Partner auf seiner Rechnung als Leistung ausweist und um die Umsatzsteuer ergänzt.

Bekommt meine Warenwirtschaft den Vorgang mit?

Auf Wunsch ja. Zu jeder Einlösung kann eine echte Bestellung des Partners entstehen, mit einem Pseudo-Produkt als Position, getrennten Steuersätzen für Endkunden und Händler, einem eigenen Tag und einer eigenen Versand- und Zahlungsart. Damit holt ein ERP den Vorgang genauso ab wie jede andere Bestellung.

Kann ein Partner Kunde sein, ohne bei mir zu kaufen?

Ja. Du legst Partner in der Administration an, wahlweise Partner und Kundenkonto in einem Vorgang. Eine Agentur, die nie bei dir bestellt, ist damit ein normaler Partner mit einem Konto, das nur der Abrechnung dient.

Wie oft kann eine Agentur abrechnen?

So oft, wie du Auszahlungen zulässt. Es gibt fünf Staffelbeträge, ab Werk 10, 25, 50, 100 und 250 Euro, oder den kompletten Bestand in einem Vorgang. Einen frei eingetippten Zwischenbetrag gibt es bei der Auszahlung nicht, den gibt es nur beim Gutschein. Ein Mindestbetrag verhindert Kleinstauszahlungen.

Was passiert bei einer Stornierung nach der Auszahlung?

Die Provision wird negativ gegengebucht, ausgezahltes Geld holt das Plugin aber nicht zurück. Das Guthaben des Partners rutscht ins Minus und wird mit der nächsten Provision verrechnet. Bei Agenturen mit hohen Einzelbeträgen lohnt es sich deshalb, das Mindestalter für Bestellungen großzügiger zu setzen als die 14 Tage aus der Grundeinstellung.

Sehe ich, welche Bestellungen in einer Auszahlung stecken?

Ja, im Beleg und in der Administration. Der Bereich Auszahlungen zeigt jeden Antrag mit Status Offen, Ausgezahlt oder Storniert, dazu die Bankdaten und die Bestellungen, aus denen sich der Betrag zusammensetzt. Damit ist jede Position nachvollziehbar, auch Monate später.

Geschäftspartner rechnen anders ab als Stammkunden.

Im Demoshop siehst du den Beleg und die Auszahlungsübersicht in der Administration.