Brauche ich überhaupt ein Plugin dafür?

Vier Wege stehen zur Wahl: den Shopware-Standard nutzen, ein Drittanbieter-Plugin kaufen, sich einem Affiliate-Netzwerk anschließen oder dieses Plugin einsetzen. Sie kosten Unterschiedliches und können Unterschiedliches. Diese Übersicht zeigt beides, einschließlich der zwei Zeilen, in denen wir nicht vorn liegen.

Shopware-Standard
Zwei Felder, eine Regel-Bedingung, zwei Flow-Aktionen. Keine Provision, keine Auszahlung
Drittanbieter-Plugin
Prozentuale Provision, Auszahlung mit SEPA-Datei, im eigenen Shop
Externes Netzwerk
Bringt Reichweite mit, kostet Grundgebühr plus Abgabe, Daten liegen dort
Dieses Plugin
Drei Provisionsarten, sechs Stellen für einen Satz, Gutschein oder Auszahlung
Einordnung

Was Shopware mitbringt und wo es aufhört.

Der Standard ist besser als sein Ruf und schlechter, als der Name vermuten lässt. Er kennt zwei Felder, aber niemanden, dem sie gehören.

Was er kann

Die Parameter affiliateCode und campaignCode an der Adresse werden erkannt, in der Sitzung gehalten, beim Registrieren am Kunden und beim Bestellen an der Bestellung gespeichert.

Dazu kommen eine Bedingung im Rule Builder und zwei Flow-Aktionen, mit denen du die Codes setzen kannst.

Zuordnung

Wo er aufhört

Es gibt keinen Partner als Entität, keine Anmeldung, kein Partnerkonto. Es gibt keine Provisionsberechnung, keinen Satz, keine Buchung, kein Guthaben. Es gibt keine Auszahlung und keinen Beleg.

Der Code liegt außerdem nur in der Session, nicht in einem Cookie: Wer den Tab schließt und später wiederkommt, ist niemandem mehr zugeordnet.

Kein Programm
Der Vergleich

38 Zeilen nebeneinander.

vorhanden eingeschränkt oder nicht dokumentiert nicht vorhanden
Merkmal Shopware-Standard Drittanbieter-Plugin Externes Netzwerk Dieses Plugin
Zuordnung
Code kommt über einen Link ja ja ja ja
Wo der Code zwischengespeichert wird nur Session Cookie Cookie des Netzwerks Cookie, Laufzeit einstellbar
Zuordnung ohne Link, per Code im Warenkorb nein nein nein ja
Eigener Rabattcode je Partner nein ja je Netzwerk ja
Abwerben-Sperre nein nicht dokumentiert Regeln des Netzwerks ab Werk aktiv
Wer wirbt
Partner als eigene Entität nur ein Textfeld ja beim Netzwerk ja
Anmeldung im Kundenkonto nein ja nein ja
Bewerbung mit Prüfung durch dich nein ja Netzwerk prüft ja
Partner ohne Kundenkonto anlegbar nein nicht dokumentiert ja ja
Kleine Werber praktikabel nein ja kaum ja
Provision
Provision wird überhaupt berechnet nein ja ja ja
Prozentual nein ja ja ja
Fester Betrag je Bestellung nein nein je Netzwerk ja
Fester Betrag je Stück nein nein je Netzwerk ja
Satz je Produkt oder Produktgruppe nein ja je Netzwerk ja
Satz je Kategorie nein über Produktgruppe je Netzwerk ja
Satz je dynamischer Produktgruppe nein nein nein ja
Satz je geworbenem Kunden nein nein nein ja
Eigener Satz für Folgebestellungen nein nein je Netzwerk ja
Regel, welcher Satz bei mehreren gewinnt nein nein nein 3 Regeln wählbar
Kontrolle
Mindestalter der Bestellung nein ja ja ja
Bestellstatus als Bedingung nein nicht dokumentiert je Netzwerk ja
Eigenbestellungen ausschließen nein nicht dokumentiert ja ja
Storno bucht automatisch gegen nein nicht dokumentiert ja ja
Manuelle Buchung mit Kommentar nein nicht dokumentiert nein ja
Rechenprotokoll je Bestellung nein nein nein ja
Auszahlung
Gutschein für deinen Shop nein ja nein ja
Bonus, der nur den Gutschein erhöht nein nein nein ja
Überweisung an den Partner nein ja Netzwerk zahlt ja
Beleg mit fortlaufender Nummer nein ja Gutschrift ja
SEPA-Sammeldatei für die Bank nein ja entfällt nein
Bestellung für die Warenwirtschaft nein nein nein ja
Netto-Berechnung bei USt-IdNr. nein nein Netzwerk rechnet ab ja
Rahmen
Wo die Partnerdaten liegen im Shop im Shop beim Netzwerk im Shop
Abgabe auf jede Provision keine keine ja, an das Netzwerk keine
Laufende Kosten keine 74,92 € im Monat Grundgebühr plus Abgabe 58,25 € im Monat
Reichweite von außen keine keine tausende Publisher keine
Provision über mehrere Ebenen nein nein nein als Zusatz-Plugin

Die Angaben zum Shopware-Standard sind am Quelltext von Shopware 6.7 geprüft. Die Spalte Drittanbieter-Plugin gibt das öffentlich einsehbare Store-Listing einer Empfehlungsmarketing-Erweiterung für Shopware 6 wieder, geprüft am 3. September 2026; wo dort nichts steht, ist die Zelle als nicht dokumentiert gekennzeichnet und nicht als fehlend. Die Spalte Externes Netzwerk beschreibt das übliche Modell großer Affiliate-Netzwerke, nicht einen bestimmten Anbieter; Konditionen unterscheiden sich erheblich. Funktionsumfänge ändern sich laufend, maßgeblich ist immer das jeweilige Listing.

Ehrlich gesagt

Zwei Zeilen, in denen wir nicht vorn liegen.

Eine Übersicht, in der der eigene Anbieter überall gewinnt, ist keine Übersicht. Diese zwei Punkte solltest du kennen, bevor du dich entscheidest.

Keine SEPA-Sammeldatei

Das Drittanbieter-Plugin erzeugt eine SEPA-XML-Datei, die du in dein Banking hochlädst. Hier bekommst du je Auszahlung einen Beleg mit Nummer und Kontodaten, überweist aber selbst.

Wann das stört: ab etwa zwanzig Auszahlungen im Monat. Darunter fällt es kaum auf.

Keine Reichweite von außen

Ein Netzwerk bringt tausende Publisher mit, die deinen Shop nicht kennen. Ein eigenes Programm erreicht die Leute, die ihn schon kennen: Kunden, Influencer, Empfehlungsgeber im eigenen Umfeld.

Deshalb schließt sich beides nicht aus. Viele Shops fahren ein Netzwerk für die Profis und ein eigenes Programm für die eigenen Leute.

Häufige Fragen

Kann Shopware ein Partnerprogramm von Haus aus?

Nein. Shopware kennt zwei Felder, affiliateCode und campaignCode. Sie kommen als Parameter an der Adresse an, landen in der Session und werden beim Registrieren am Kunden und beim Bestellen an der Bestellung gespeichert. Dazu gibt es eine Rule-Builder-Bedingung und zwei Flow-Aktionen. Es gibt aber keinen Partner, keine Provisionsberechnung und keine Auszahlung. Das ist ein Etikett, kein Programm.

Reicht der Shopware-Standard für Kunden werben Kunden?

Nur wenn du alles Weitere selbst baust. Du kannst über den Rule Builder erkennen, dass eine Bestellung einen bestimmten Code trägt, und über Flows darauf reagieren. Wer wie viel bekommt, wann es fällig ist und wie es ausgezahlt wird, steht nirgends. Außerdem hält der Standard den Code nur in der Session, nicht in einem Cookie.

Wann ist ein externes Affiliate-Netzwerk die bessere Wahl?

Wenn du Reichweite kaufen willst, die du nicht hast. Ein Netzwerk bringt tausende Publisher, die deinen Shop nicht kennen. Dafür zahlst du eine Grundgebühr und eine Abgabe auf jede Provision, die Partnerdaten gehören dem Netzwerk, und kleine Werber wie eine Tierarztpraxis oder eine Stammkundin bekommst du dort praktisch nicht unter.

Kann ich beides gleichzeitig betreiben?

Ja, und viele tun das. Das Netzwerk bedient die professionellen Publisher, das eigene Programm die eigenen Kunden, Influencer und Empfehlungsgeber. Die beiden stehen sich nicht im Weg, weil sie verschiedene Leute ansprechen.

Was kann dieses Plugin nicht?

Zwei Dinge, die in der Tabelle stehen. Es erzeugt keine SEPA-Sammeldatei für die Bank, du überweist also je Auszahlung einzeln. Und es bringt keine Reichweite mit: Es organisiert die Empfehlungen von Leuten, die deinen Shop schon kennen, es beschafft dir keine neuen Werber.

Woher stammen die Angaben zum Drittanbieter?

Aus dem öffentlich einsehbaren Store-Listing einer Empfehlungsmarketing-Erweiterung für Shopware 6, geprüft am 3. September 2026. Wo dort nichts steht, ist die Zelle als nicht dokumentiert gekennzeichnet und nicht als fehlend. Maßgeblich ist immer das jeweilige Listing.

Der Standard erkennt den Code. Den Rest musst du bauen.

Oder du probierst im Demoshop aus, wie es fertig aussieht.