Provision

Wie aus einer Bestellung ein Betrag auf dem Partnerkonto wird: wann gerechnet wird, womit gerechnet wird, welcher Satz gewinnt und was die Buchung wieder aufhebt. Dieses Kapitel beschreibt den Vorgang vollständig.

Der Zeitpunkt

Die Provision entsteht beim Abgleich, nicht beim Kauf

Beim Bestellabschluss passiert nur eines: Shopware speichert den Partner-Code am Kunden und an der Bestellung. Gerechnet wird später, beim Abgleich. Das ist der wichtigste Satz dieses Kapitels, weil sich fast jede Rückfrage aus dem Alltag darauf zurückführen lässt.

Live
Sobald ein Partner sein Konto in der Storefront öffnet, wird für ihn abgeglichen
Geplante Aufgabe
Läuft im Standard stündlich über den Shopware Scheduled Task
Konsolenbefehl
Für den Betrieb per Cronjob, mit abschaltbarer Ausgabe
Abschaltbar
Jeder der drei Wege einzeln, etwa wenn nur nachts gerechnet werden soll

Drei Bedingungen müssen zugleich stimmen

Trifft eine davon nicht zu, entsteht keine Buchung. Die Bestellung verschwindet nicht, sie wartet: Sobald die Bedingung erfüllt ist, wird beim nächsten Abgleich gebucht.

Mindestalter
Ab Werk 14 Tage. Je höher, desto mehr Stornierungen sind vorher durch
Bestellstatus
Du wählst, in welchem Status vergütet wird. Nicht Zahlungs- oder Lieferstatus
Kundengruppe
Auf Wunsch zählen nur ausgewählte Gruppen. Ohne Auswahl zählen alle

Die Rechengrundlage

Drei Provisionsarten

Die Art bestimmt, worauf gerechnet wird. Sie gilt je Partner und lässt sich für jeden einzeln umstellen.

Prozentual
Ein Prozentsatz vom Nettowarenwert ohne Versandkosten. Ab Werk 5 Prozent
Absolut pro Bestellung
Ein fester Betrag je Bestellung, unabhängig vom Warenwert
Absolut pro Stück
Ein fester Betrag, multipliziert mit der Menge der Positionen
Fremdwährung
Wird auf deine Standardwährung umgerechnet

Sechs Stellen, an denen ein Satz hängen kann

Ein Satz für alles reicht selten, weil die Marge nicht überall gleich ist. Die vier Stellen am Sortiment gibt ein einziger Schalter gemeinsam frei, ab Werk steht er aus.

Partner
Der Grundsatz dieses Partners. Überschreibt den shopweiten Werkswert
Folgebestellung
Ein eigener Satz für jede weitere Bestellung eines bereits geworbenen Kunden
Kunde
Ein Satz für einen bestimmten geworbenen Kunden. Individuell je Partner
Produkt
Ein Satz am einzelnen Artikel. Gilt für alle Partner gleich
Kategorie
Ein Satz für ein ganzes Sortiment. Gilt für alle Partner gleich
Dynamische Produktgruppe
Die Gruppe füllt sich nach deinen Regeln, der Satz zieht mit

Priorität: welcher Satz gewinnt

Passen bei einer Bestellung mehrere Sätze, entscheidet eine einzige Einstellung. Sie gilt shopweit und ist der Hebel, mit dem du zwischen Margenschutz und Partnerzufriedenheit wählst.

Erster Treffer
Der erste passende Satz in fester Reihenfolge gewinnt. Am berechenbarsten
Höchster Satz
Der Partner bekommt immer den besten passenden Wert
Niedrigster Satz
Schützt die Marge, weil der schwächste passende Wert greift

Der vollständige Ablauf mit dem Protokoll aus der Bestellung steht in Der Rechenweg. Wichtig beim Zusatz-Plugin für Ebenen: ein individueller Satz an Kunde, Produkt, Kategorie oder Produktgruppe schlägt den Ebenensatz auf allen Ebenen. Wer die Marge eines Produkts mit 2 Prozent schützt, hebt damit gleichzeitig die oberen Ebenen von 1 auf 2 Prozent an.

Die Bremsen

Was nicht provisioniert wird

Drei Bremsen sind ab Werk aktiv, zwei schaltest du nach Bedarf. Ein Partnerprogramm ist nur so gut wie seine Bremsen, denn ausgezahltes Geld holt das Plugin nicht zurück.

Zu junge Bestellungen
Alles unterhalb des Mindestalters. Ab Werk aktiv mit 14 Tagen
Falscher Bestellstatus
Nur der von dir gewählte Status wird vergütet. Ab Werk aktiv
Abwerben-Sperre
Ein Kunde bleibt bei seinem ersten Partner. Ab Werk aktiv
Eigenbestellungen
Ab Werk zählen sie mit. Ein Schalter nimmt sie heraus
Folgebestellungen
Ab Werk zählen sie mit. Ausschalten macht aus der Provision eine einmalige Prämie

Stornierung und Korrektur

Nur die vollständige Stornierung bucht das Plugin von selbst gegen. Teilerstattungen und Retouren laufen in jedem Shop anders ab und bleiben deshalb bewusst außen vor.

Auslöser
Der Bestellstatus Storniert, nicht der Zahlungs- oder Lieferstatus
Was passiert
Eine negative Buchung in Höhe der Provision, mit deinem Hinweistext
Ausgezahltes Geld
Wird nicht zurückgeholt. Das Guthaben rutscht ins Minus und verrechnet sich
Alles andere
Manuelle Buchung, positiv wie negativ, mit Notiz und Kommentar

Die Nachvollziehbarkeit

Das Rechenprotokoll

Zu jeder Bestellung lässt sich die Grundlage der Berechnung speichern. Ohne dieses Protokoll bleibt bei einer Rückfrage nur Raten, deshalb ist es ab Werk eingeschaltet.

Wo
An der Bestellung im Reiter Provisionen und über das Kontextmenü in der Partnerakte
Was drinsteht
Der tatsächlich angewendete Satz und der Weg dorthin
Prüfspalten
Zeigen je Bestellung mit Haken oder Kreuz, ob Alter, Gruppe und Status passen
Fehlt eine Provision
Der Reiter Provisionen an der Bestellung nennt den Grund im Klartext

Die Angaben auf dieser Seite entstehen unmittelbar aus der Konfiguration des Plugins. Ändert sich eine Einstellung im Plugin, ändert sich diese Seite mit.

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Häufige Fragen

Wann genau entsteht eine Provision?

Beim Abgleich, nicht beim Kauf. Eine Bestellung muss dafür drei Bedingungen zugleich erfüllen: das Mindestalter erreicht haben, im ausgewählten Bestellstatus stehen und zu einer zugelassenen Kundengruppe gehören. Der Abgleich läuft live beim Aufruf des Partnerkontos, stündlich als geplante Aufgabe und auf Wunsch per Konsolenbefehl.

Welche Provisionsarten gibt es?

Drei. Prozentual rechnet auf den Nettowarenwert ohne Versandkosten. Absolut pro Bestellung vergibt einen festen Betrag je Bestellung, unabhängig vom Warenwert. Absolut pro Stück multipliziert den Betrag mit der Menge der Positionen. Fremdwährungen werden auf die Standardwährung umgerechnet.

An welchen Stellen kann ein Provisionssatz hängen?

An sechs, und sie werden in genau dieser Reihenfolge geprüft: Kunde, Produkt, Kategorie, dynamische Produktgruppe, Folgebestellung, Partner. Die ersten vier gibt ein einziger Schalter gemeinsam frei, der ab Werk aus steht. Sätze am Sortiment gelten für alle Partner gleich, nur Partner- und Kundensatz sind individuell. Den vollständigen Ablauf beschreibt das Kapitel Der Rechenweg.

Welcher Satz gewinnt, wenn mehrere passen?

Das entscheidet die Einstellung Priorität: der erste Treffer in fester Reihenfolge, der höchste Satz oder der niedrigste. Wer die Marge schützen will, nimmt den niedrigsten; wer Partner nicht verärgern will, den höchsten. Der erste Treffer ist am berechenbarsten, weil die Reihenfolge feststeht.

Was wird nicht provisioniert?

Bestellungen unterhalb des Mindestalters, Bestellungen im falschen Bestellstatus und Bestellungen aus nicht zugelassenen Kundengruppen. Zusätzlich lassen sich Eigenbestellungen des Partners und Folgebestellungen bereits geworbener Kunden per Schalter ausschließen.

Wie erfahre ich, warum eine Bestellung nicht gezählt hat?

Über die Prüfspalten in der Partnerakte und das Rechenprotokoll. Die Spalten zeigen je Bestellung mit Haken oder Kreuz, ob Alter, Kundengruppe und Bestellstatus passen. Das Protokoll nennt den tatsächlich angewendeten Satz. Der Reiter Provisionen an der Bestellung nennt bei fehlender Provision den Grund.

Was passiert bei einer Stornierung?

Wechselt eine Bestellung in den Status Storniert, legt das Plugin automatisch eine negative Buchung an, die die Provision ausgleicht, mit einem Hinweistext, den du selbst formulierst. Ausgelöst wird das vom Bestellstatus, nicht vom Zahlungs- oder Lieferstatus. Bereits ausgezahltes Geld wird nicht zurückgeholt.

Und bei Teilerstattungen oder Retouren?

Dort bucht das Plugin bewusst nichts von selbst, weil diese Vorgänge in jedem Shop anders ablaufen. Du korrigierst mit einer manuellen Buchung, die positiv wie negativ sein kann, mit privater Notiz und einem Kommentar für den Partner.

Zählt der Versand bei der Provision mit?

Nein. Der prozentuale Satz rechnet auf den Nettowarenwert ohne Versandkosten. Bei absoluten Sätzen spielt der Versand ohnehin keine Rolle.