Provision

Wann Partner Provision bekommen und wie viel.

Provision entsteht nicht beim Kauf, sondern wenn eine geworbene Bestellung alt genug ist und im gewählten Status steht. Dann rechnet das Plugin einmal: mit der Art und dem Satz des Partners, vom Netto der Waren, mit eigenem Satz für Folgebestellungen und auf Wunsch mit Mindestbestellwert und Höchstprovision.

Marketing → Partnerprogramm → Seitenmenü System → Einstellungen, Karten „Provision · …“; je Partner unter Partner → Reiter Provision

Welche Bestellungen Provision bringen

Provision gibt es nur für Bestellungen mit Partner-Code

Eine Bestellung gehört zu einem Partner, wenn sie seinen Partner-Code trägt. Groß- und Kleinschreibung spielen dabei keine Rolle. Für einen inaktiven Partner rechnet das Plugin gar nichts, weder eine Buchung noch eine vorläufige Provision. Woher der Code kommt, ist für die Provision gleich:

  • über den Partner-Link, den Kurz-Link oder den QR-Code des Partners,
  • über den Partner-Gutschein, den der Kunde im Warenkorb einlöst,
  • über die Eingabe des Partner-Codes im Warenkorb oder im Checkout,
  • über das Kundenkonto: Ein geworbener Kunde bleibt seinem Partner zugeordnet, auch bei späteren Bestellungen. Wie lange, steht im Kapitel Werbung.

Ab wann ist eine Bestellung provisionsfähig?

Drei Einstellungen legen fest, wann eine geworbene Bestellung Provision bekommt. Erst dann zählt sie zur verfügbaren Provision des Partners. Im Partnerbereich sieht der Partner seine Bestellungen schon vorher, Umsatz und Provision aber erst ab diesem Zeitpunkt.

  • Alter (in Tagen): ab Werk 14. Gezählt wird ab dem Bestellzeitpunkt, nicht ab dem Versand, in UTC. Eine Bestellung vom 1. Oktober um 18:30 Uhr ist ab dem 15. Oktober um 18:30 Uhr alt genug.

  • Kundengruppen: leer heißt alle. Mit Auswahl zählen nur Bestellungen von Kunden, die beim Abgleich in einer dieser Gruppen sind. Shopware speichert die Kundengruppe nicht an der Bestellung, deshalb gilt der Stand von heute.

  • Bestellstatus: leer heißt jeder Status außer „Storniert“. Mit Auswahl zählt nur genau dieser Status, etwa „Abgeschlossen“. Der Zahlungsstatus spielt keine Rolle.

  • Was immer gilt: Eine stornierte Bestellung bekommt nie erstmals Provision, auch wenn „Storniert“ ausgewählt ist. Bestellungen, die älter als zwei Jahre sind, rechnet das Plugin nicht mehr. Und es gelten die Einstellungen des Verkaufskanals, zu dem das Kundenkonto des Partners gehört; ein Partner ohne Kundenkonto rechnet mit den Einstellungen für alle Verkaufskanäle.

Jede Bestellung wird genau einmal bewertet

Ist eine Bestellung provisionsfähig, bucht das Plugin genau eine Provision für sie, auch wenn diese 0,00 € beträgt, etwa bei einer Folgebestellung ohne Folgeprovision. Danach rechnet es diese Bestellung nie neu: Ändert sich später der Satz des Partners, eine Provisionsregel oder seine Partnergruppe, bleibt die Buchung, wie sie ist. Die Buchung steht an der Bestellung im Reiter Partnerprogramm.

  • Umsatz ist die Provisionsbasis der Bestellung: das Netto der Waren nach Rabatten, ohne Versand.

  • Provision ist der gebuchte Betrag für den Partner.

  • Eingelöste Provision zeigt, wie viel davon der Partner schon als Gutschein oder Auszahlung eingelöst hat.

  • Über ··· → Protokoll anzeigen öffnet sich der Rechenweg dieser Buchung, Schritt für Schritt. Ausführlich im Kapitel Rechenweg.

Wie viel: Art, Satz und Basis

Drei Arten der Provision: je Produkt prozentual, je Stück oder je Bestellung

Jeder Partner hat eine Art der Provision, einen Satz und optional einen eigenen Satz für Folgebestellungen, einen Mindestbestellwert und eine Höchstprovision. Neue Partner bekommen diese Werte bei der Anmeldung aus der Konfiguration; danach stellst du sie am Partner im Reiter Provision ein. Eine aktive Partnergruppe ersetzt sie vollständig.

  • Je Produkt: prozentual vom Netto: ein Anteil am Netto jeder Position, zum Beispiel 8 % von 205,46 € = 16,44 €. Je Produkt: absolut je Stück: ein fester Betrag je gekauftem Stück, zum Beispiel 0,50 € × 4 Stück = 2,00 €. Je Bestellung: absoluter Betrag: ein fester Betrag für die ganze Bestellung, unabhängig von Waren, Menge und Wert.

  • Satz: Prozent oder Betrag in der Standardwährung, je nach Art. Eine Änderung wirkt nur auf Bestellungen, die noch nicht gebucht sind.

  • Satz für Folgebestellungen: Mit der lila Klammer gilt der Satz auch für Folgebestellungen. Klammer lösen und einen eigenen Wert eintragen, auch 0.

  • Mindestbestellwert und Höchstprovision je Bestellung: leer heißt keine Grenze. Wie sie wirken, steht unten bei den Grenzen.

  • Vorgaben für neue Partner stehen in der Konfiguration in der Karte „Partner · Vorgaben für neue Partner“, ab Werk prozentual mit 5 %. Dort heißen die Arten noch „Prozentual“, „Absolut (pro Bestellung)“ und „Absolut (pro Stück)“.

Wovon wird die Provision berechnet?

Die Provisionsbasis einer Bestellung ist das Netto der Waren nach Rabatten, ohne Versand, in der Standardwährung des Shops. Sie steht an jeder Buchung als „Umsatz“ und ist die Grundlage für prozentuale Sätze und den Mindestbestellwert.

  • Netto heißt ohne Umsatzsteuer, bei Brutto-, Netto- und steuerfreien Bestellungen gleich. Beispiel: Eine Bestellung über 991,90 € brutto mit 19 % ergibt 833,53 € netto; 10 % Provision sind 83,35 €.

  • Versand zählt nie zur Basis, auch nicht bei Versandkosten in mehreren Steuersätzen.

  • Rabatte mindern die Basis. Eine Aktion, die nur bestimmte Produkte rabattiert, mindert nur diese Produkte; das zählt, wenn je Produkt unterschiedliche Sätze gelten. Andere Rabatte verteilen sich anteilig auf alle Waren.

  • Fremdwährung: Bestellungen in einer anderen Währung rechnet das Plugin über den Währungsfaktor der Bestellung in die Standardwährung um. Feste Beträge je Stück oder je Bestellung bleiben, wie sie sind: 10 € je Bestellung sind auch bei einer Bestellung in Dollar 10 €.

  • Rundung: kaufmännisch auf Cent, zum Beispiel 5,625 € zu 5,63 €. Eine Provision unter 0 bucht das Plugin als 0,00 €.

Folgebestellungen, Grenzen und eigene Bestellungen

Folgebestellungen: erneut Provision, auf Wunsch mit eigenem Satz

Die erste gebuchte Bestellung eines geworbenen Kunden ist seine erste Bestellung, jede weitere ist eine Folgebestellung, auch wenn die erste 0,00 € gebracht hat. Werden mehrere Bestellungen im selben Abgleich fällig, bucht das Plugin sie nach Bestellzeitpunkt. Für eine Folgebestellung gilt der Satz für Folgebestellungen, wo einer gesetzt ist, sonst der normale Satz. Beispiel: Folgesatz 3 % auf 89,90 € ergibt 2,70 €.

  • Im Protokoll steht bei jeder Buchung, ob sie eine Folgebestellung ist und welche Bestellung vorher Provision bekommen hat.

  • Folgebestellungen provisionieren (ab Werk an): Ist der Schalter aus, bekommt jeder Kunde nur für seine erste Bestellung Provision; Folgebestellungen werden mit 0,00 € gebucht.

  • Gastbestellungen mit gleicher E-Mail-Adresse sind Folgebestellungen (ab Werk an): Shopware legt für jede Gastbestellung ein eigenes Gastkonto an. Mit dem Schalter erkennt das Plugin denselben Gast über seine E-Mail-Adresse wieder. Zwei registrierte Kundenkonten bleiben getrennt.

  • Satz für Folgebestellungen am Partner: lila Klammer für denselben Satz, gelöste Klammer für einen eigenen, auch 0.

Mindestbestellwert und Höchstprovision je Bestellung

Beide Grenzen sind optional und gelten je Partner oder je Partnergruppe. Beispiel: ein Partner mit 15 %, Mindestbestellwert 40,00 € und Höchstprovision 10,00 €. Eine Bestellung mit 81,93 € Basis erreicht den Mindestbestellwert; 15 % ergeben 12,29 €, gebucht werden 10,00 €.

  • Mindestbestellwert: Liegt die Provisionsbasis darunter, bucht das Plugin 0,00 € ohne weitere Rechnung. Eine Bestellung mit 32,77 € Basis bringt bei 40,00 € Mindestbestellwert keine Provision.

  • Höchstprovision je Bestellung: Die fertige Provision wird auf diesen Betrag begrenzt, auch die aus Provisionsregeln und dem Satz für Folgebestellungen.

  • Vorgaben für neue Partner: In der Karte „Partner · Vorgaben für neue Partner“ sind beide Grenzen ab Werk leer. Bestehende Partner änderst du am Partner oder über ihre Partnergruppe.

Bekommen Partner Provision für eigene Bestellungen?

Ab Werk nicht. Eine eigene Bestellung ist eine Bestellung mit dem Kundenkonto des Partners oder eine Gastbestellung mit seiner E-Mail-Adresse, etwa wenn er seinen Partner-Link testet oder den eigenen Partner-Gutschein nutzt. Sie wird mit 0,00 € gebucht. Ein Partner ohne Kundenkonto hat nie eigene Bestellungen.

  • Partner erhalten Provision für eigene Bestellungen: Ist der Schalter an, rechnen eigene Bestellungen wie jede andere. Nach einem Update aus einer älteren Version bleibt die bisherige Einstellung erhalten.

  • Bestellungen über ein zweites Kundenkonto oder unter einer anderen E-Mail-Adresse erkennt die Betrugsprüfung an gleicher Anschrift, gleichem Namen oder gleicher Telefonnummer und markiert sie zur Prüfung.

Nach der Buchung: Storno, Abgleich und Vorschau

Was passiert, wenn eine Bestellung storniert wird?

Eine gebuchte Provision bleibt stehen, auch wenn die Bestellung später geändert, storniert oder gelöscht wird. Mit dem Storno-Ausgleich (ab Werk an) legt das Plugin beim Stornieren für jede positive Buchung der Bestellung eine negative manuelle Buchung über denselben Betrag an. So sinkt die verfügbare Provision des Partners, auch wenn er sie schon eingelöst hat. Wird eine Bestellung storniert, bevor sie provisionsfähig ist, entsteht gar keine Buchung.

  • Stornierte Bestellungen automatisch ausgleichen: an oder aus, je Verkaufskanal.

  • Öffentlicher Hinweis der Buchung: der Text, den der Partner zur Gegenbuchung sieht, ab Werk „Stornierte Bestellung #10065 vom 02.10.2025“ aus Bestellnummer und Bestelldatum.

Wann rechnet das Plugin? Live, als geplante Aufgabe oder per Befehl

Das Buchen fälliger Bestellungen heißt Abgleich. Es gibt drei Wege, jeder mit eigenem Schalter in der Karte „System · Berechnung der Provision“; ab Werk sind alle drei an. Welcher Weg eine Bestellung bucht, ändert den Betrag nicht.

  • Live beim Aufruf des Partnerbereichs: Öffnet ein Partner seinen Partnerbereich, bucht das Plugin zuerst seine fälligen Bestellungen. Der Partner sieht so immer den neuesten Stand. Gilt je Verkaufskanal.

  • Per geplanter Aufgabe: Die Aufgabe dvsn.affiliate.update_commission läuft alle 15 Minuten, rechnet je Lauf höchstens 55 Sekunden und macht beim nächsten Lauf dort weiter, wo sie aufgehört hat.

  • Nur Partner mit neuen Bestellungen (ab Werk aus): Die Aufgabe geht dann nur die Partner durch, die eine Bestellung ohne Buchung haben. Für Shops mit vielen Partnern.

  • Per Konsolenbefehl: bin/console dvsn-affiliate:update-commission, auf Wunsch mit --partner-code für einen Partner, --only-delta für Partner mit neuen Bestellungen und --debug-mode für die ganze Rechnung. Den Zeitplan, etwa einen Cronjob, legst du selbst an.

  • Wann zuletzt abgeglichen wurde, zeigt das Dashboard in der Statuszeile.

Vorläufige Provision: was der Partner schon beim Bestelleingang sieht

Bis zur Wartezeit steht im Partnerbereich bei einer Bestellung nur „---“. Mit dem Schalter „Umsätze und Provisionen für nicht provisionsfähige Bestellungen anzeigen“ (ab Werk aus) rechnet das Plugin schon beim Bestellabschluss eine vorläufige Provision und zeigt sie grau. Sie ist keine Buchung und zählt nicht zur verfügbaren Provision.

  • Grau: die vorläufige Provision einer Bestellung in der Wartezeit. Sie rechnet mit denselben Sätzen und derselben Basis wie die spätere Buchung, mit dem Stand beim Bestellabschluss.

  • Gebucht: die Provision nach der Wartezeit mit dem Umsatz, aus dem sie stammt. Sie kann von der vorläufigen abweichen, weil die Buchung mit dem Stand beim Abgleich rechnet, etwa nach einem Aufstieg in eine höhere Partnergruppe. Die vorläufige Provision rechnet das Plugin nie neu.

  • Unter der Liste steht die Wartezeit, nach der die Provision feststeht.

  • Der Schalter steht in der Karte „Partner · Partnerbereich“ der Konfiguration.

Jede Buchung mit Rechenweg

Zu jeder Buchung speichert das Plugin, wie die Provision entstanden ist: Basis, Satz, Regeln, Grenzen und Ergebnis. Das Protokoll öffnest du an der Bestellung im Reiter „Partnerprogramm“. Der Schalter „Berechnung der Provision für jede Bestellung protokollieren“ ist ab Werk an; ohne ihn fehlt das Protokoll. Wie du es liest, zeigt das Kapitel Rechenweg.

  • Der Schalter steht in der Karte „System · Protokolle zur Fehlersuche“.

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Häufige Fragen

Wann bekommt ein Partner seine Provision?

Wenn die geworbene Bestellung alt genug ist, ab Werk 14 Tage nach dem Bestellzeitpunkt, und im gewählten Bestellstatus steht. Dann bucht der nächste Abgleich die Provision, beim Aufruf des Partnerbereichs, in der geplanten Aufgabe alle 15 Minuten oder per Konsolenbefehl.

Wird die Provision vom Brutto- oder vom Nettobetrag berechnet?

Vom Netto der Waren nach Rabatten, ohne Versand und ohne Umsatzsteuer. Eine Bestellung über 991,90 € brutto mit 19 % ergibt 833,53 € netto; 10 % Provision sind 83,35 €.

Bekommt der Partner auch für Folgebestellungen Provision?

Ja, ab Werk für jede weitere Bestellung des geworbenen Kunden. Am Partner lässt sich dafür ein eigener Satz festlegen, auch 0. Mit dem Schalter „Folgebestellungen provisionieren“ aus zählt nur die erste Bestellung eines Kunden.

Was passiert mit der Provision bei einer Stornierung?

Mit dem Storno-Ausgleich, ab Werk an, legt das Plugin für eine stornierte Bestellung eine negative manuelle Buchung über die gebuchte Provision an. Teilerstattungen und Retouren gleichst du mit einer manuellen Buchung aus.

Ändert eine neue Provisionshöhe bereits gebuchte Provisionen?

Nein. Jede Bestellung wird genau einmal bewertet. Ein neuer Satz, eine neue Provisionsregel oder eine neue Partnergruppe gilt für Bestellungen, die danach gebucht werden. Einzelne Bestellungen lassen sich per Konsolenbefehl dvsn-affiliate:reset-order neu rechnen, solange ihre Provision nicht eingelöst ist.

Kann ich die Provision je Bestellung begrenzen?

Ja, mit einer Höchstprovision je Bestellung und einem Mindestbestellwert, je Partner oder je Partnergruppe. Die Höchstprovision begrenzt auch Provision aus Provisionsregeln und dem Satz für Folgebestellungen.

Bekommen Partner Provision für ihre eigenen Einkäufe?

Ab Werk nicht. Eigene Bestellungen, auch Gastbestellungen mit der E-Mail-Adresse des Partners, werden mit 0,00 € gebucht. Der Schalter „Partner erhalten Provision für eigene Bestellungen“ ändert das.