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Verdächtige Bestellungen erkennen und selbst entscheiden.

Manche Partner bestellen über ein zweites Kundenkonto, über Familienmitglieder oder mit ihrer eigenen PayPal-Adresse und kassieren dafür Provision. Die Betrugsprüfung vergleicht jede geworbene Bestellung mit den Daten des Partners und markiert Gemeinsamkeiten. Sie bucht nichts zurück: Ob Betrug vorliegt, entscheidest du unter Werbung → Betrugsprüfung.

Marketing → Partnerprogramm → Seitenmenü Werbung → Betrugsprüfung

Was geprüft wird

Welche fünf Prüfungen gibt es?

Die Karte Werbung · Betrugsprüfung in der Konfiguration hat fünf Schalter, ab Werk alle an. Verglichen wird die Bestellung mit dem Kundenkonto des Partners samt aller seiner Adressen und mit der PayPal-Adresse, an die er seine Auszahlungen bekommt. Jede Prüfung, die anschlägt, steht als Grund am Verdachtsfall.

  • Verdacht: E-Mail-Adresse gleich der PayPal-Adresse des Partners (Grund „PayPal-Adresse“): Die Bestellung kommt von der Adresse, an die der Partner seine Provision ausgezahlt bekommt.

  • Verdacht: gleiche Anschrift wie der Partner (Grund „Gleiche Adresse“): Rechnungs- oder Lieferanschrift der Bestellung ist eine Anschrift des Partners, verglichen nach Straße, Hausnummer, PLZ und Land. „Lindenstr. 12“ und „Lindenstraße 12“ gelten als gleich.

  • Verdacht: gleicher Nachname und gleiche PLZ (Grund „Nachname + PLZ“): zum Beispiel ein Familienmitglied oder ein zweites Kundenkonto im selben Ort.

  • Verdacht: gleiche Telefonnummer (Grund „Gleiche Telefonnummer“): Verglichen werden die letzten neun Ziffern, „+49 251 123456“ und „0251 123456“ gelten also als gleich.

  • Verdacht: gleicher Vor- und Nachname (Grund „Gleicher Name“): Der Besteller heißt wie der Partner, egal wohin geliefert wird, auch bei einer Lieferung ins Büro.

Wann prüft das Plugin eine Bestellung?

Geprüft wird beim Provisionsabgleich, also in dem Moment, in dem eine geworbene Bestellung ihre Provision bekommt. Bestellungen, die vor dem Einschalten schon gebucht waren, prüft das Plugin nicht nachträglich.

  • Geprüft werden nur Bestellungen, für die der Partner auf der ersten Ebene Provision über 0,00 € bekommt.
  • Eigene Bestellungen des Partners, über sein Kundenkonto oder als Gast mit seiner E-Mail-Adresse, sind kein Verdacht. Für sie gilt die Einstellung „Partner erhalten Provision für eigene Bestellungen“ im Kapitel Provision.
  • Je Bestellung entsteht höchstens ein Verdachtsfall, mit allen Gründen, die zutreffen.
  • Nur eingeschaltete Prüfungen zählen; jede lässt sich einzeln abschalten.

Verdachtsfälle finden

Die Liste „Betrugsprüfung“

Unter Werbung → Betrugsprüfung stehen die Verdachtsfälle, die neueste Bestellung oben. Die Liste beginnt gefiltert auf „Offen“, so siehst du sofort, was noch zu entscheiden ist. Gesucht wird nach Bestellnummer, Partner, Partner-Code oder Kunde.

  • Bestellung öffnet den Verdachtsfall, Bestellt am nennt Datum und Uhrzeit der Bestellung.

  • Partner öffnet den Partner, Kunde nennt den Besteller.

  • Gründe: der erste Grund als Chip, weitere als „+1“. Im Beispiel hat Bestellung 10210 die gleiche Adresse und dazu Nachname und PLZ des Partners.

  • Provision: die Provision des Partners aus dieser Bestellung, um die es geht.

  • Zustand: „Offen“, „Kein Betrug“ oder „Betrugsversuch“. Über das Spaltenmenü kommt „Erkannt am“ dazu.

  • Der Filter rechts zeigt Fälle nach Zustand, Partner und Grund. Entfernst du „Offen“, siehst du auch alle entschiedenen Fälle.

Wo offene Verdachtsfälle noch auftauchen

Damit kein Fall liegen bleibt, weist das Partnerprogramm an drei weiteren Stellen auf offene Verdachtsfälle hin, jeweils mit einem Link in die Betrugsprüfung.

  • Dashboard: In der Karte „Aufgaben“ steht, wie viele Verdachtsfälle offen sind, mit Link zur Betrugsprüfung.

  • Partner: Unter den Reitern der Detailseite steht „1 offener Verdachtsfall in der Betrugsprüfung.“ Zur Betrugsprüfung öffnet die Liste mit den offenen Fällen dieses Partners.

  • Bestellung: Im Reiter „Partnerprogramm“ der Bestellung steht in der Karte „Provisionen“ der Hinweis „Offener Verdacht in der Betrugsprüfung.“ mit Verdacht prüfen.

Entscheiden

Einen Verdachtsfall prüfen

Die Detailseite stellt Partner und Bestellung nebeneinander. So siehst du auf einen Blick, ob dieselbe Person bestellt hat oder ob es eine harmlose Gemeinsamkeit ist, etwa eine Kollegin, die an dieselbe Firmenadresse liefern lässt.

  • Gründe: welche Prüfungen angeschlagen haben, je mit Erklärung.

  • Vergleich: Name, Nachname + PLZ, E-Mail-Adresse, Rechnungs- und Lieferanschrift, Telefon und PayPal-Adresse der Auszahlung, links vom Kundenkonto des Partners, rechts aus der Bestellung. „gleich“ markiert, was übereinstimmt. Im Beispiel sind „Lindenstraße 12“ und „Lindenstr. 12“ dieselbe Anschrift.

  • Provision: Partner, Bestellung, die Provision und ihr Stand: „Verfügbar“, „Teilweise eingelöst“ oder „Eingelöst“. Daran siehst du, ob der Partner sie schon genutzt hat.

  • Oben rechts stehen die beiden Entscheidungen Kein Betrug und Betrugsversuch. Eine Entscheidung ist endgültig.

„Kein Betrug“: der Fall wird geschlossen

Ist die Gemeinsamkeit harmlos, schließt „Kein Betrug“ den Fall. An der Provision ändert sich nichts.

  1. 1Klicke oben rechts auf Kein Betrug.

  2. 2Trage bei Bedarf einen Internen Grund ein. Ihn sieht nur dein Team im Verlauf des Falls.

  3. 3Klicke auf Als erledigt markieren.

„Betrugsversuch“: die Provision wird ausgeglichen

„Betrugsversuch“ legt eine negative manuelle Buchung über die volle Provision der Bestellung an. Die Provision selbst bleibt stehen; so bleibt nachvollziehbar, was berechnet und was ausgeglichen wurde. Beispiel: Bestellung 10210 brachte mira.moves 7,92 € Provision. Nach „Betrugsversuch“ steht daneben eine Buchung über -7,92 €, und das Guthaben des Partners sinkt um 7,92 €.

  1. 1Klicke oben rechts auf Betrugsversuch.

  2. 2Das Fenster sagt, was passiert: Die Provision bleibt stehen, eine negative manuelle Buchung verringert das Guthaben.

  3. 3Prüfe den Text für den Partner, ab Werk „Korrektur zu Bestellung #10210“. Der Partner sieht ihn bei der Buchung in seinem Partnerbereich.

  4. 4Trage bei Bedarf einen Internen Grund ein.

  5. 5Klicke auf Als Betrugsversuch markieren.

Nach der Entscheidung: Zustand und Verlauf

Ein entschiedener Fall zeigt im Titel seinen Zustand und hat keine Knöpfe zur Entscheidung mehr. Der Verlauf hält fest, wer wann wie entschieden hat.

  • Verlauf: Zeitpunkt, Entscheidung, Benutzer, interner Grund und Auswirkung, bei „Betrugsversuch“ etwa „Negative Buchung über -7,92 €“, bei „Kein Betrug“ „Provision unverändert“.

  • Hat ein anderer Benutzer den Fall inzwischen entschieden, meldet die Seite das und lädt den neuen Stand; doppelt gebucht wird nie.

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Häufige Fragen

Bucht die Betrugsprüfung Provision automatisch zurück?

Nein. Sie markiert eine Bestellung nur als Verdachtsfall. Die Provision läuft normal weiter, bis du unter Werbung, Betrugsprüfung „Betrugsversuch“ entscheidest. Erst dann entsteht eine negative Buchung über die volle Provision.

Sieht der Partner, dass gegen ihn ein Verdacht besteht?

Nein. Solange ein Fall offen ist, sieht der Partner keinen Hinweis. Nach „Betrugsversuch“ sieht er die negative Buchung mit dem Text, den du im Fenster eingetragen hast.

Was passiert, wenn der Partner die Provision schon eingelöst hat?

Die negative Buchung entsteht trotzdem und verringert sein Guthaben um die volle Provision. Die Karte Provision am Fall zeigt vorher, ob die Provision verfügbar, teilweise oder ganz eingelöst ist.

Kann ich eine Entscheidung rückgängig machen?

Nein, eine Entscheidung ist endgültig. Wer wann wie entschieden hat, steht mit dem internen Grund im Verlauf des Falls. Eine Korrektur ist über eine manuelle Buchung am Partner möglich.

Werden Bestellungen des Partners selbst als Betrug markiert?

Nein. Eigene Bestellungen über sein Kundenkonto oder als Gast mit seiner E-Mail-Adresse sind kein Verdacht. Ob sie Provision bekommen, regelt die Einstellung „Partner erhalten Provision für eigene Bestellungen“.

Kann ich einzelne Prüfungen abschalten?

Ja. Jede der fünf Prüfungen hat in der Konfiguration in der Karte Werbung, Betrugsprüfung einen eigenen Schalter; ab Werk sind alle an. Die Einstellung gilt je Verkaufskanal.

Erkennt die Betrugsprüfung auch Klickbetrug und Cookie Stuffing?

Klickbetrug lohnt sich hier nicht: Provision gibt es nur für Bestellungen, die Wartezeit und Bestellstatus erreicht haben, Klicks allein bringen nichts, und Stornos gleicht das Plugin aus. Cookie Stuffing, also ein untergeschobenes Cookie ohne echte Empfehlung, erkennt die Prüfung nicht. Den Schaden begrenzt der Schalter „Nur neue Kunden zuordnen“, und zugeordnete Kunden kann ab Werk kein anderer Partner abwerben. Das Klick-Tracking zeigt, von welchen Seiten die Klicks kommen.